Gutes Gewissen

Morgens um halb neun klingelt es. Der Früchtemann steht am Tor. Ich sage ihm Bescheid. Jetzt aber schnell! Einfach die Hausschuhe anlassen? Nein. Ich ziehe meine Sandalen an. Jetzt schnell runter? Nein. Ich gehe ins Büro zu meinem Rucksack und hole meinen Einkaufsbeutel. Halt! Noch das Geld. Ich laufe zurück ins Schlafzimmer und schnappe mir den Geldbeutel. Oh, wieder zurück: Der Schlüssel vom Nachttisch! Der Früchtemann wartet geduldig.

Ich steige die Treppe hinab, stelle die Eingangstür fest und gehe ans Tor. Der Früchteverkäufer wartet immer noch geduldig und sagt lächelnd „Good morning!“ Ich wähle aus seinen Früchten. Schon zückt er seine Plastiktüte. Ich bin schneller und nestle meinen Einkaufsbeutel auf. Er lächelt, legt mir die gekauften Äpfel und die Birne ein. Ich bezahle, „Good bye“ – und gehe wieder in die Wohnung. Etwas Aufwand, aber wieder eine Plastiktüte gespart.

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