Erste Reise: Dhaka, Kolkata, Kathmandu

Vom 25. Oktober bis 5. November 2019 waren wir unterwegs. Die erste Pastorationsreise – wie es so schön heißt – an die weitest entfernten Orte meines Reisegebietes: Dhaka, die Hauptstadt von Bangladesch, Kolkata, früher Kalkutta, das nicht am Ganges liegt, sondern an einem Nebenarm und Kathmandu, die Hauptstadt von Nepal. Pastoration: Pastor – der Hirte – sucht nach deutschsprachigen „Schafen“ in diesen Städten. Beabsichtigt war auch, die Diwali-Ferien der Schule in dieser Zeit zu benutzen, um wie die anderen vor der beginnenden Luftverschmutzung zu fliehen. Wie gut haben wir daran getan. Wir konnten unsere Bundeskanzlerin Merkel zwar nicht live in Delhi während ihrer Reise erleben. Dadurch vermieden wir jedoch, die extreme Schadstoffbelastung Anfang November einatmen zu müssen.

Dhaka

Bei Regen kamen wir im Hotel Tropical Daisy im Stadtteil Gulshan 2 an der Grenze zu Banani (an der Bananibrücke) an. Beide Stadtteile sind bekannt als bevorzugter Ort für Botschaften und andere internationale Institutionen und als Quartier für deren Entsandte. Deshalb war das Hotel ist für unsere Bedürfnisse zentral gelegen. Von morgens bis abends radelten zahllose Fahrradrickschas mit Personen oder Lasten beladen an unserem Hotel vorbei. Am ersten Abend kosteten wir gleich einen großen kulturellen bengalischen Schluck in der Residenz des deutschen Botschafters. Dr. Martin Kämpchen war eingeladen, über den in Kalkutta geborenen bengalischen Dichter und Literaturnobelpreisträger Rabindranath Tagore zu referieren. Anschließend interpretierten zwei Sängerinnen mit einer indischen Musikgruppe einige der von Tagore verfassten Lieder. Für uns eine willkommene Möglichkeit, einige Deutsche aus Dhaka kennenzulernen und später mit Botschafter Peter Fahrenholtz das Treffen mit den Deutschen vorzubereiten.

Am nächsten Abend, dem Samstag, kamen 16 in Dhaka und Umgebung lebende und arbeitende Deutsche zu unserem ersten Treffen. Botschafter Peter Fahrenholtz hatte eingeladen. Es entspann sich ein reges Gespräch über die Lebensgeschichten, warum man in Dhaka lebt und über die Wünsche für weitere Treffen, bis wir zu einem in Ostasien üblicherweise späten Abendessen mit leckeren bengalischen Speisen zugreifen konnten. Die nächsten Tage waren angefüllt mit Terminen mit Kirchenvertretern, einem Gemeindemitglied und Vertretern der Clubs. Ein anregendes Gespräch am letzten Abend mit Thomas Hoffmann, dem Präsidenten des Deutschen Clubs und seiner Frau Sharmi. Er Schwabe und tätig für die Reutlinger Strickmaschinenfabrik Stoll, ich Schwabe und in Reutlingen aufgewachsen: das wurde ein lauschiger Abend und ausgemacht haben wir auch gleich eine österliche Feier „em nexschte Johr“.

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